Bedeutet Bio pestizidfrei?

Einer der Hauptvorteile des Verzehrs von Bio-Lebensmitteln ist ein geringerer Anteil an Pestiziden. Doch trotz der landläufigen Meinung, Bio-Betriebe verwenden Pestizide. Der Unterschied besteht darin, dass sie nur natürlich gewonnene Pestizide verwenden und nicht die synthetischen Pestizide, die in konventionellen kommerziellen Betrieben verwendet werden. Natürliche Pestizide gelten als weniger giftig, jedoch wurden einige als gesundheitsschädlich eingestuft. Das heißt, Ihre Exposition gegenüber schädlichen Pestiziden wird geringer sein, wenn Sie Bio essen.




Was sind die möglichen Risiken von Pestiziden?
Die meisten von uns haben einen akkumulierten Aufbau von Pestizid-Exposition in unserem Körper aufgrund von vielen Jahren der Exposition. Diese chemische „Körperbelastung“, wie sie medizinisch bekannt ist, könnte zu gesundheitlichen Problemen wie Kopfschmerzen, Geburtsschäden und einer zusätzlichen Belastung des geschwächten Immunsystems führen.

Einige Studien haben gezeigt, dass der Einsatz von Pestiziden auch bei niedrigen Dosen das Risiko für bestimmte Krebsarten wie Leukämie, Lymphom, Hirntumoren, Brustkrebs und Prostatakrebs erhöhen kann.




Kinder und Föten sind am anfälligsten für Pestizidexposition, da sich ihr Immunsystem, ihr Körper und ihr Gehirn noch in der Entwicklung befinden. Exposition in einem frühen Alter kann zu Entwicklungsverzögerungen, Verhaltensstörungen, Autismus, Schädigung des Immunsystems und motorischen Störungen führen.

Schwangere Frauen sind anfälliger wegen der zusätzlichen Stress-Pestizide auf ihre bereits besteuerten Organe. Außerdem können Pestizide von der Mutter auf das Kind im Mutterleib übertragen werden, ebenso wie durch die Muttermilch.

Wie sicher sind Bio-Lebensmittel und was sagen Bio-Siegel über die Qualität der Produkte aus?

Ein Bericht des SWR